preset.de :: projekte :: weltenbau 1996
| || | student.gut | || | | | || || mailto: | || |
bau dir eine welt, wie sie dir gefällt...
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in der bibel können wir lesen wie die gott.einheit in sieben tagen nicht nur unsere welt. sondern auch gleich noch den gesamten rest des universums erschaffen hat. | "na prima!" sagt der laie und der fachmann staunt. jeder der schon einmal vor einem leeren briefpapier in der hoffnung es zu füllen saß. weiss die leere des raumes zu schätzen. und ein leerer raum bietet gleich noch einige dimensionen mehr und das macht es nicht gerade leichter. zum glück gibt es ja einen computer und der erleichtert das erheblich. dürfte man meinen. doch die reduktion auf zweidimensionale räume plus die möglichkeit klänge und geräusche einzubeziehen. was dann wohl sowas wie multimedia ist. verleitet den geneigten user eher zu billigen kopien der realität denn zu neuen taten. schliesslich ist ja schon alles da. und was nicht ist kann ja noch werden. angeschaut - nachgebaut will man elementare dinge. wie gravitation und lichtbrechung in festen gegenständen. modifizieren. wird man recht schnell feststellen. das es so wie es ist gar nicht so schlecht ist und selbst es so zu machen wie in der realität doch einiges mehr anstrengung kostet als jetzt. sagen wir sieben tage. eine wie auch immer geartete weiterentwicklung eines systems. setzt eine gewisse kenntnis des systems voraus. planloses herumgerede an knöpfen und amaturen ändert sicher etwas. doch die reduplizierbarkeit des ergebnisses bleibt zweifelhaft und ihr nichtvorhandensein deutet in richtung unwissenschafliches arbeiten. eine protoplasmatische welt ist sicher gleich aus dem bodengestampft. etwas plasma und ein wenig proto und fertig ist der prototyp. wenn man etwas daran herumfeilt kann man innerhalb von sieben tagen zu einem beindruckenden ergebnis kommen. nach fünf bis zehn minuten des "ah" und "oh" kommt unweigerlich die frage. die jeden weltenbauer ins abseits drängt: "und was macht das?". meist stellt sie das kleine rothaarige mädchen links in der zweiten reihe und sie meint genau das was man sich selbst die ganze zeit gefragt hat und jetzt der graubärtige mann vorne recht mit bassiger stimme wiederholt: "Ja. und welchen Sinn macht es?". Sinn ? Machen ? Was ? lustig allein reicht auch. natürlich war man darauf vorbereitet. die pure existenz der sache ist sinngebend genug. und ausserdem hat es ja auch einen namen. nein sinn hat es nicht. braucht es auch nicht. aber funktioniert es auch? als virtuelles shoppingcenter gänzlich unbrauchbar brennt die funkelnigelnagelneue protoplasmatische welt vor sich hin und funktioniert zwar an sich. aber leider nicht in sich. wie kommt man also zu einen verwertbaren ergebnis. wie sooft im leben gibt es hierfür eine standartlösung:
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| für eine schönereWelt! braucht man einen eisenkern von circa 40km durchmesser. diesen bringt man durch rotation zum glühen und plaziert ihn in einer geeigneten umlaufbahn um einen fixstern. [fixsterne: siehe weltenbau folge µ.023 : fix wo ist jetzt der stern?] dort läßt man ihn etwas ziehen. sobald er goldgelb ist bombardiert man ihn mit meteoriten oder ähnlichem und wirft ihn so aus seiner umlaufbahn in einen höheren orbit. hierbei sollte man tunlichst darauf achten. das es sich nicht um einen geostationären handelt. da sonst die kern einseitig zu schnell abkühlt und risse bekommt. nun wartet man wieder etwas. in der zwischenzeit bereitet man den erdmantel vor.dazu nimmt man edelmetalle nach wahl mischt sie gut mit buntem granit und anderen gesteinsformationen (gibts im großhandel zum selbst anrühren !) zu einer zähen masse und zieht dann die vorher geschälten und gewaschenen edelgase unter und läßt sie auf dem balkon ziehen. mittlerweile dürfte der kern soweit abgekühlt sein das man bequem mit einem holzschaber die mantelmasse auftragen kann. hierbei sind der eigenen phantasie keine grenzen gesetzt. will man allerdings später in welcher art auch immer geartetes leben auf dieser welt kultivieren. sollte man sich jetzt schon gedanken machen was für anforderungen die lebensform an ihre welt stellt und welche wechselwirkungen zB. land-wasser-verteilungen auf die atmosphäre haben.
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nun füllt man einfach die senken mit wasser und versetzt die ganze angelegenheit
wieder in rotation. (hier lassen sich interessante effekte zB. dadurch erzeugen.
indem man die zweite rotation gegenläufig zu ersten anlegt und somit die pole
umpolt). hat sich ein stabiles gravitationsfeld gebildet kann man in dieses die
atmosphäre einsprühen. mit dem weltenbau nicht so vertraute personen sollten
hierbei auf fertigatmosphären aus dem spezialisierten fachhandel zurückgreifen.
denn hier kann leicht etwas schiefgehen. | fertig. |